{"id":10985,"date":"2024-02-28T08:46:20","date_gmt":"2024-02-28T07:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/?p=10985"},"modified":"2025-05-26T16:45:19","modified_gmt":"2025-05-26T14:45:19","slug":"die-unsichtbare-lenkung-wie-der-anker-effekt-entscheidungsprozesse-beeinflusst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/die-unsichtbare-lenkung-wie-der-anker-effekt-entscheidungsprozesse-beeinflusst\/","title":{"rendered":"Die Unsichtbare Lenkung: Wie der Anker-Effekt Entscheidungsprozesse beeinflusst"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIch stelle mir ein Gehalt von 150.000,- Euro vor\u201c. Fantasievolle Vorstellungen w\u00e4hrend eines Vorstellungsgespr\u00e4chs k\u00f6nnen mehr bewirken, als man denkt &#8211; insbesondere, wenn es um die Gehaltsverhandlungen geht. Die Frage nach den Gehaltsvorstellungen ist der entscheidende Moment, in dem der Anker-Effekt sein unsichtbares Spiel beginnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angenommen, Sie werfen die Zahl 150.000 Euro pro Jahr in den Raum. Voil\u00e0, das ist jetzt der Anker, an dem sich die weiteren Verhandlungen orientieren. Der Interviewer wird h\u00f6chstwahrscheinlich in der N\u00e4he dieses Ankers herumkreisen, sei es mit einem Angebot in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung oder dem Versuch, Sie davon zu \u00fcberzeugen, dass Ihr Anker vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen ist. Auch wenn das endg\u00fcltige Gehalt sich weit von Ihrer ersten Zahl entfernt, wird der Anker-Effekt dennoch seinen Zauber hinterlassen. Dies gilt auch andersherum, sprich wenn das Unternehmen als erstes eine Gehaltsvorstellung auf den Tisch legt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Anker-Effekt beschreibt die erstaunliche Tendenz unseres Gehirns, sich krampfhaft an die erste Information zu klammern, die es serviert bekommt. Diese anf\u00e4ngliche Information dient als &#8220;Anker&#8221; und f\u00e4rbt fortan Entscheidungen und Bewertungen ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie wird der Anker-Effekt zu Ihrem besten Verb\u00fcndeten?<\/p>\n<p><strong>1. Recherche: <\/strong>Machen Sie sich schlau \u00fcber die aktuellen Geh\u00e4lter in Ihrer Branche. Das hilft dabei, einen realistischen Anker zu setzen.<\/p>\n<p><strong>2. Flexibilit\u00e4t<\/strong>: Zeigen Sie nicht nur stur auf Ihre Zahl, sondern signalisieren Sie Verhandlungsbereitschaft und Kooperationsfreude.<\/p>\n<p><strong>3. Schlaues Verhandeln<\/strong>: Wenn es zur Gehaltsverhandlung kommt, seien Sie vorbereitet, einen realistischen Anker zu werfen. Kl\u00e4ren Sie den Gehaltsrahmen f\u00fcr die zu besetzende Position und \u00fcberlegen Sie, welche Benefits neben dem Gehalt noch angeboten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem Vorstellungsgespr\u00e4ch fungiert der Anker-Effekt als die heimliche Superkraft, die beide Parteien zu ihrem Vorteil nutzen k\u00f6nnen \u2013 wenn man sich dessen bewusst ist. Eine durchdachte Vorbereitung, ein positiver erster Eindruck und eine Prise Flexibilit\u00e4t k\u00f6nnen den Schl\u00fcssel zum Erfolg Ihrer Bewerbung und Einstellung darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kim Debellemani\u00e8re<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch stelle mir ein Gehalt von 150.000,- Euro vor\u201c. Fantasievolle Vorstellungen w\u00e4hrend eines Vorstellungsgespr\u00e4chs k\u00f6nnen mehr bewirken, als man denkt &#8211; insbesondere, wenn es um die Gehaltsverhandlungen geht. 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