{"id":3463,"date":"2019-06-26T09:53:18","date_gmt":"2019-06-26T07:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/?p=3463"},"modified":"2025-05-27T16:15:59","modified_gmt":"2025-05-27T14:15:59","slug":"interview-dr-muenzer-hauptgeschaeftsfuehrer-der-wvib-schwarzwald-ag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/interview-dr-muenzer-hauptgeschaeftsfuehrer-der-wvib-schwarzwald-ag\/","title":{"rendered":"Interview Dr. M\u00fcnzer, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der wvib Schwarzwald AG"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><i>Interview Dr. M\u00fcnzer<\/i><\/p>\n<p class=\"p2\">Unser heutiger Interviewpartner, Dr. Christoph M\u00fcnzer, ist Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der wvib Schwarzwald AG. Der Wirtschaftsverband industrieller Unternehmen Baden, seit 1946 ein Netzwerk von inzwischen 1031 Industrieunternehmen mit insgesamt rund 240.000 Arbeitspl\u00e4tzen, vermittle, so M\u00fcnzer, \u201eK\u00f6pfe und H\u00e4nde f\u00fcr alles was anf\u00e4llt\u201c.<\/p>\n<p class=\"p2\">Im Rahmen unserer Reihe \u201eWie wird man Beirat\u201c haben wir ihn gefragt, welche Vorteile es f\u00fcr Unternehmen mit sich bringt, einen Beirat zu etablieren. \u201eExternen Sachverstand kann man sich nicht am Markt kaufen.\u201c, bringt es der Experte auf den Punkt. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Sichtweisen der Gesellschafter sei vor allem spezifisches Fachwissen bei der Einsch\u00e4tzung von Entwicklungen am Markt gefragt. Netzwerkkenntnisse, die Rolle als Sparringspartner und die Expertise bei \u00dcberg\u00e4ngen in die n\u00e4chste Unternehmergeneration seien ebenfalls Gr\u00fcnde f\u00fcr das Einsetzen von Beir\u00e4ten. Einen weiteren Zusammenhang f\u00fcr die wachsende Bedeutung der Beir\u00e4te sieht M\u00fcnzer in der Tatsache, dass eine zunehmende Zahl an unternehmergef\u00fchrten Firmen zu in Familienbesitz befindlichen Unternehmen \u00fcbergingen. Hier stelle das Gremium ein wichtiges Instrument der Unternehmensf\u00fchrung und Nachfolgeplanung dar.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3464\" src=\"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/wp-content\/uploads\/\/Muenzer-273x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"439\" srcset=\"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/wp-content\/uploads\/Muenzer-273x300.jpg 273w, https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/wp-content\/uploads\/Muenzer-933x1024.jpg 933w, https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/wp-content\/uploads\/Muenzer-768x843.jpg 768w, https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/wp-content\/uploads\/Muenzer.jpg 1072w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p class=\"p2\">Bei der Besetzung von Beir\u00e4ten lasse sich in den letzten Jahren beobachten, dass es weniger darum gehe in der \u00d6ffentlichkeit bekannte Personen f\u00fcr Beiratsgremien zu gewinnen. Vielmehr stehe die spezifische Auswahl qualifizierter Pers\u00f6nlichkeiten im Vordergrund, die f\u00fcr das jeweilige Unternehmen einen reichen Erfahrungsschatz und eine profunde Fachkenntnis mitbringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"p2\">Doch welche Rolle spielt der wvib konkret bei der Besetzung von Beir\u00e4ten? Im wvib lege man Wert auf einen breiten Erfahrungsaustausch, erkl\u00e4rt M\u00fcnzer. Im \u201eChef-Erfahrungsaustauschnetzwerk\u201c des wvib seien \u00fcber 700 Unternehmerpers\u00f6nlichkeiten in 50 Gruppen engagiert. Das Netzwerk sei daher ein \u201eprachtvoller Fundus f\u00fcr Beir\u00e4te aus der Praxis\u201c, f\u00fchrt der wvib-Chef aus. Selbstredend sei es daher, dass der wvib auch bei der Besetzung von Beir\u00e4ten unterst\u00fctze. So sei der Wirtschaftsverband innerhalb der letzten 10 Jahre in die Besetzung von \u00fcber 50 Beir\u00e4ten involviert gewesen. Man k\u00f6nne hier von einem echten Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis sprechen, denn die Besetzung erfolge\u00a0schnell, professionell und kostenlos. \u201eDadurch, dass wir die Unternehmen oft \u00fcber Jahrzehnte kennen und keine unmittelbaren Erwerbsinteressen haben, sind wir in der Lage professionell und unabh\u00e4ngig zu beraten.\u201c, erkl\u00e4rt M\u00fcnzer. Die Urangst des Unternehmers nach der Etablierung eines Beirats nicht mehr Herr im eigenen Hause zu sein, sei ihm durchaus bewusst. Diese Angst betrachte er jedoch dann als unbegr\u00fcndet, wenn die Gesellschafterstruktur klar und ein gro\u00dfes Ma\u00df an Offenheit gegeben sei. Zudem sei die Rolle eines Beirats skalierbar. Ein sogenanntes Sounding Board setze lediglich Impulse, wohingegen Beir\u00e4te, die \u00e4hnlich wie Aufsichtsr\u00e4te ausgestattet seien, eher als Kontrollinstanz fungierten.<\/p>\n<p class=\"p2\">M\u00fcnzer selbst ist in einigen Beir\u00e4ten vertreten, so beispielsweise bei einer Stiftung. Allerdings lehnt er es ab, bei einer der Mitgliedsfirmen als Beirat t\u00e4tig zu sein, um einen m\u00f6glichen Interessenskonflikt von vorneherein auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Angesprochen auf pers\u00f6nliche Eigenschaften eines guten Beiratskandidaten f\u00fchrt M\u00fcnzer aus: \u201eIm besten Falle handelt es sich um eine geistig junge und zugleich reife Pers\u00f6nlichkeit, die weder Nein- noch Jasager ist und sowohl die Tradition als auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft kenne.\u201c Die F\u00e4higkeit, sowohl Fakten als auch Menschen einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen und \u00fcber die richtige Mischung aus Konzilianz und Dominanz zu verf\u00fcgen, erg\u00e4nzten optimaler Weise das Profil des Kandidaten. \u201eSelbstverst\u00e4ndlich ist es schwierig, alle genannten Eigenschaften in einer Person zu vereinigen.\u201c, lacht er. Daher sei es die Zusammenstellung des Teams, das das Gesamtbild komplettiere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>wvib Schwarzwald AG<\/b><\/p>\n<p class=\"p5\">Im wvib \u2013 gegr\u00fcndet 1946 von Unternehmern f\u00fcr Unternehmer \u2013 erwirtschaften \u00fcber 1.000 produzierende Unternehmen mit 224.000 Besch\u00e4ftigten rund 70 Mrd. Euro Umsatz. Die Schwarzwald AG besch\u00e4ftigt weitere 90.000 Mitarbeiter im Ausland. In j\u00e4hrlich \u00fcber 1000 Veranstaltungen wachsen rund 700 Unternehmens-Chefs und ca. 5.000 F\u00fchrungskr\u00e4fte im permanenten Erfahrungsaustausch, in Seminaren und Beratungen zu einer lernenden Gemeinschaft zusammen.<\/p>\n<p class=\"p5\">Die Schwarzwald AG versammelt mittelst\u00e4ndische, familiengepr\u00e4gte, exportstarke Industrieunternehmen \u2013 im Schwarzwald und weit dar\u00fcber hinaus. AufgeschlosseneUnternehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte, die sich f\u00fcr ihr Unternehmen, ihre Kunden, ihre Mitarbeiter, die Umwelt und f\u00fcr unsere Gesellschaft engagieren, tauschen sich aus zu einem Ziel: Unternehmen und Menschen wettbewerbsf\u00e4higer zu machen. Es geht um Werte, Familie, Eigentum, Strategie, F\u00fchrung, technologische Perspektiven der Industrie, neue (globale) Marktzug\u00e4nge und neue Gesch\u00e4ftsmodelle.<\/p>\n<p class=\"p5\">Rund 60 hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich in 14 Landkreisen und auf dem Freiburger wvib-Campus f\u00fcr \u201eWissen und W\u00e4rme\u201c (Zitat von Ehrenpr\u00e4sident Dr. h.c. Georg H. Endress) in der Schwarzwald AG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser heutiger Interviewpartner, Dr. Christoph M\u00fcnzer, ist Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der wvib Schwarzwald AG. 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