{"id":3559,"date":"2018-05-29T09:00:28","date_gmt":"2018-05-29T07:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/?p=3559"},"modified":"2025-05-27T16:23:08","modified_gmt":"2025-05-27T14:23:08","slug":"wahrheit-statt-schoenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wahrheit-statt-schoenheit\/","title":{"rendered":"Wahrheit statt Sch\u00f6nheit"},"content":{"rendered":"<p>So eine kleine Schummelei ist vielleicht manchmal noch charmant &#8211; etwa wenn der Bewerber oder die Kandidatin ein, zwei Hobbys zu viel aufz\u00e4hlt\u2026 Doch im Kern f\u00e4ngt das Problem exakt da an. Denn: Die Hochschule Osnabr\u00fcck hat in einer Studie mit immerhin 999 Teilnehmern herausgefunden, dass es Bewerber mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Vielmehr: Sie bereiten sich intensiv vor, verhalten sich strategisch klug &#8211; und zeichnen gerne ein Bild von sich selbst, das der Realit\u00e4t nicht (immer) entspricht.<\/p>\n<p><strong>Aber: Was dagegen tun?<\/strong><\/p>\n<p>Doch der Reihe nach: Fast ein Viertel der Bewerber versucht, L\u00fccken im Lebenslauf zu verheimlichen. 62 Prozent nutzen standardisierte Bewerbungen aus dem Internet als Basis f\u00fcr das eigene Anschreiben. Gar 70 Prozent stellen im Gespr\u00e4ch nur deshalb Fragen, um interessiert zu wirken. Das sind Ergebnisse der Studie unter der Regie von Uwe Kanning, Professor f\u00fcr Wirtschaftspsychologie. Und: Die Zahlen steigen im Vergleich zu fr\u00fcheren Untersuchungen. Mithin gibt es Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, dass bei Lebensl\u00e4ufen h\u00e4ufig getrickst wird und Zeugnisse nicht mehr aussagekr\u00e4ftig sind. Deshalb gehen wir l\u00e4ngst andere, tiefere Wege\u201c, sagt Bernhard Knaisch. Und dazu z\u00e4hlt: \u201eWir \u00fcberpr\u00fcfen nicht nur s\u00e4mtliche Unterlagen, sondern fragen sehr konkret nach. Dann merkt man recht schnell, was stimmt und was nicht.\u201c Konkret: \u201eWir recherchieren nachweisbare Ergebnisse sowie Erfolge und lassen uns konkrete Beispielsituationen schildern. Zudem holen wir, mit dem Einverst\u00e4ndnis des Kandidaten, Referenzen bei fr\u00fcheren Vorgesetzten und Arbeitgebern ein. Und im Auswahlprozess bekommt ein Bewerber oftmals eine konkrete Aufgabe oder Fallstudie gestellt. Das ist fast wie bei einem Beauty-Contest\u201c, schmunzelt Bernhard Knaisch.<\/p>\n<p>Doch um Sch\u00f6nheit geht es nun wirklich selten. \u201eUns geht es um Wahrheit und Kompetenz\u201c, so Bernhard Knaisch. Und die Wahrheit &#8211; \u201enun ja, sie bildet sich aus vielen Mosaiksteinen, die sich f\u00fcgen oder eben nicht\u201c. Vielfach versuchen Kandidaten und Bewerber im Vorfeld von Auswahlgespr\u00e4chen mit Unterst\u00fctzung von Karrierecoachs ihre St\u00e4rken aufzupolieren und Schw\u00e4chen zu minimieren. Dann bedarf es eben einer guten Strategie um herauszufinden: Passt es oder passt es nicht?<\/p>\n<p>Ohnehin, sagt Bernhard Knaisch: \u201eWer sich am besten pr\u00e4sentieren kann, ist nicht immer der Beste f\u00fcr die konkrete Aufgabe.\u201c Doch gewiss stimmt immer: \u201eDie Anstellung einer F\u00fchrungskraft ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens. Da gilt es, nicht Mittelma\u00df \u201eeinzukaufen\u201c. Und das gelingt nur \u00fcber einen professionellen Auswahlprozess. Dann jedenfalls haben Trickser und T\u00e4uscher keine Chance.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So eine kleine Schummelei ist vielleicht manchmal noch charmant &#8211; etwa wenn der Bewerber oder die Kandidatin ein, zwei Hobbys zu viel aufz\u00e4hlt\u2026 <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-3559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-insights-knaisch-consulting"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3559\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}