{"id":3720,"date":"2019-08-26T10:28:34","date_gmt":"2019-08-26T08:28:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/?p=3720"},"modified":"2025-05-27T16:15:09","modified_gmt":"2025-05-27T14:15:09","slug":"die-eigene-entgeltpolitik-auf-dem-pruefstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/die-eigene-entgeltpolitik-auf-dem-pruefstand\/","title":{"rendered":"Die eigene Entgeltpolitik auf dem Pr\u00fcfstand"},"content":{"rendered":"<h4>Entgeltmanagement \u2013 Ein Blick auch aus unternehmens\u00adpsychologischer Sicht<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Menschen gehen aus den verschiedensten Gr\u00fcnden einer bezahlten T\u00e4tigkeit nach. F\u00fcr viele der wichtigste: Das Gehalt. Wurde Arbeit in der Vergangenheit gegen Kost und Logis entrichtet, so steht f\u00fcr Arbeitnehmer heute der finanzielle Aspekt zum Unterhalten oder Erreichen eines entsprechenden Lebensstandards im Mittelpunkt. Dabei stellen sich Arbeitnehmer h\u00e4ufig die Frage, ob sie f\u00fcr ihre Leistung ad\u00e4quat bezahlt werden und ob eine T\u00e4tigkeit in Relation zu intern vergleichbaren Positionen steht \u2013 eine Voraussetzung f\u00fcr die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Zufriedene Arbeitnehmer, die dem Unternehmen treu bleiben, ist eines der Hauptziele eines jeden Unternehmens, denn mit jedem Mitarbeiter, der die Firma verl\u00e4sst, geht auch wichtiges Know-how verloren. Aus diesem Grund nehmen die Aspekte anforderungs- und marktgerechte Bezahlung auch aus Arbeitgebersicht einen hohen Stellenwert ein.<\/p>\n<p>Unternehmern wird daher empfohlen, die Logik ihrer Entgeltpolitik von Zeit zu Zeit auf den Pr\u00fcfstand zu stellen und sie im Hinblick<br \/>\nauf ihre Zukunftsf\u00e4higkeit zu bewerten. Hierbei sprechen wir von Entgeltmanagement, dem Erstellen eines internen und externen Entgeltvergleichs mit dem Ziel, ein neues Entgeltmodell zu konzipieren und zu implementieren.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Firmen verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber eigene Abteilungen innerhalb des HR, die sich ausschlie\u00dflich mit Fragen des Entgeltmanagements besch\u00e4ftigen und notwendige Ma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n<p>Viel zu aufwendig f\u00fcr ein kleines Unternehmen sagen Sie? Am Beispiel eines tarifgebundenen produzierenden Unternehmens mit 400 Mitarbeitern im B2B-Gesch\u00e4ft m\u00f6chten wir Ihnen darlegen, mit welchem, vergleichsweise geringen Aufwand und mit welchen konkreten Ma\u00dfnahmen das Entgeltmanagement dort implementiert wurde:<\/p>\n<h5>1. Erstellen von Stellenbeschreibungen gem\u00e4\u00df dem Genfer Schema<\/h5>\n<p>Das Genfer Schema bildet seit 1950 die Grundlage zur Arbeitsbewertung und Anforderungsermittlung und stellt damit die Basis f\u00fcr Tarifvertr\u00e4ge und Entgeltbewertungsmodelle dar. Stellenbeschreibungen definieren die T\u00e4tigkeiten und Anforderungen, die an den Arbeitnehmer gestellt werden. Im konkreten Beispiel wurden mehr als 130 verschiedene Stellen dokumentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>2. Erstellen von Anforderungsprofilen<\/h5>\n<p>Hier geht es um die Frage, welche Qualifikationen eine Position aktuell, aber auch in Zukunft erfordert und in welcher Weise die Besch\u00e4ftigten auf diese Anforderungen qualifiziert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>3. Aktive Mitarbeit der F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/h5>\n<p>Die Stellenprofile sollten stets die Meinung der zust\u00e4ndigen F\u00fchrungskraft widerspiegeln. In unserem Beispiel erfolgte dies durch das Erg\u00e4nzen, Korrigieren und die abschlie\u00dfende Best\u00e4tigung des Profils durch die F\u00fchrungskraft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>4. Eingruppierung im Entgeltsystem<\/h5>\n<p>Die Eingruppierungspraxis sollte \u00fcberpr\u00fcft und mit Korrekturhinweisen versehen werden. Auf Basis des Tarifvertrages wird dadurch ein f\u00fcr alle Parteien transparentes System erarbeitet. In unserem Beispiel wurde die Stellenbewertung in einem summarischen System durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>5. Durchf\u00fchren von Entgeltvergleichen<\/h5>\n<p>Das Tarifniveau der gro\u00dfen deutschen Industriezweige (Chemie, Metall- und Elektroindustrie) beeinflusst das Bewerberverhalten entscheidend. Aus diesem Grund wurden im Beispiel die Tarifsysteme dieser Branchen als externe Benchmarks herangezogen.<\/p>\n<h5><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>6. Zusammenarbeit der Tarifvertragsparteien mit dem Betriebsrat<\/h5>\n<p>Obgleich der Betriebsrat gem\u00e4\u00df Tarifvertrags- und Betriebsverfassungsgesetz kein direkter Verhandlungspartner ist, erarbeiteten die Parteien gemeinsam ein f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten verbessertes System.Das Projekt Entgeltmanagement wurde bei einem Aufwand von 25 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten realisiert. Zukunftsorientierung und Transparenz der Bezahlungspraxis &#8211; ein \u00fcberschaubarer Aufwand mit gro\u00dfer Wirkung.<\/p>\n<h4>Zur Person<\/h4>\n<p>Helmut Ruckriegel ist seit mehr als zehn Jahren als Personalberater, davon knapp drei Jahre bei KNAISCH CONSULTING, t\u00e4tig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Interimsmanagement sowie Verg\u00fctungsmanagement. Zuvor war er elf Jahre Personalleiter bei verschiedenen international operierenden Unternehmen wie Lafarge, Federal-Mogul, ThyssenKrupp und Johnson Controls.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum eine anforderungs- und marktgerechte Bezahlung auch in kleinen und mittleren Unternehmen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt. Helmut Ruckriegel fasst das Wichtigste zum Thema Entgeltmanagement zusammen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2758,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-3720","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-insights-knaisch-consulting"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3720\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}