{"id":8065,"date":"2022-09-20T09:00:06","date_gmt":"2022-09-20T07:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/?p=8065"},"modified":"2025-05-27T16:28:10","modified_gmt":"2025-05-27T14:28:10","slug":"zuhoerer-vertrauter-unabhaengiger-berater-der-family-office-manager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/zuhoerer-vertrauter-unabhaengiger-berater-der-family-office-manager\/","title":{"rendered":"\u201eZuh\u00f6rer, Vertrauter, unabh\u00e4ngiger Berater: Der Family Office Manager.\u201c"},"content":{"rendered":"<p><b>Wir freuen uns, in unserer neuen Ausgabe der Serie ERFOLGSGESCHICHTEN Herrn Professor Dr. Maximilian Werkm\u00fcller zum Interview zu begr\u00fc\u00dfen.<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herr Professor Werkm\u00fcller, wie w\u00fcrden Sie sich selbst beschreiben? <\/strong><\/p>\n<p>52, verheiratet, drei Kinder, evangelisch und eher konservativ (lacht). Familienmensch! Ich habe hohe Ma\u00dfst\u00e4be an mich selbst \u2013 eine gesunde Portion Perfektionismus, aber nicht in \u00fcbertriebener Form. Ich versuche alle Aufgaben \u2013 ob beruflich oder privat \u2013 entsprechend meinen selbst gesetzten Ma\u00dfst\u00e4ben zu erf\u00fcllen. Das ist manchmal nicht ganz einfach (lacht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrde die Beschreibung genauso ausfallen, wenn Sie sich als Family Office Manager vorstellen m\u00fcssten?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Hang zu hoher Eigenverantwortung und ein fester moralischer Kompass sind \u2013 neben dem Fachwissen \u2013 sicher Grundvoraussetzungen, um als Family Office Manager erfolgreich sein zu k\u00f6nnen. Anders als bei der eigenen Familie geh\u00f6rt aber auch eine gewisse professionelle Distanz dazu: Der Family Office Manager ist nicht Teil der Familie, sondern ihr Angestellter. Gerade wenn man es mit verschiedenen Familienst\u00e4mmen zu tun hat, ist eine unabh\u00e4ngige Objektivit\u00e4t erfolgskritisch. Denn die Interessen innerhalb einer Familie k\u00f6nnen sehr unterschiedlich sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Sie der geborene Family Office Manager?<\/strong><\/p>\n<p>Dazu wird man nicht geboren, das entwickelt sich \u00fcber die Zeit. Man erarbeitet sich das Vertrauen der Familie, das ist die Basis f\u00fcr die Arbeit als Family Office Manager. Wenn die Chemie nicht stimmt &#8211; und da braucht man eine Antenne f\u00fcr \u2013 fehlt die Grundlage f\u00fcr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Diese Antenne habe ich gl\u00fccklicherweise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben ein Standardwerk zum Thema herausgegeben und den bundesweit ersten Lehrstuhl f\u00fcr Family Office Management. Was genau macht ein Family Office?<\/strong><\/p>\n<p>Family Offices verwalten das private Gro\u00dfverm\u00f6gen von Eigent\u00fcmerfamilien. Das hat nichts mit dem Management des Familienunternehmens zu tun: Daf\u00fcr gibt es die unternehmerischen Strukturen, den CEO, das Management Team. Das Family Office k\u00fcmmert sich um den Gesamtkomplex des Familienverm\u00f6gens: vom selbst genutzten Haus \u00fcber die Ferienwohnungen im Ausland, das Unternehmen und vielleicht noch andere wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ziel ist es, das Familienverm\u00f6gen so anzulegen, dass es auch bei schwerer See nicht in \u201eSeenot\u201c ger\u00e4t. Neben Verm\u00f6gensplanung und Finanzanlagen z\u00e4hlen daher auch Themen wie Unternehmensnachfolge oder die Planung des Erbfalls zu den Kerndienstleistungen eines Family Office Managers. Er oder sie k\u00fcmmert sich aber auch um klassische Sekretariats-Dienstleistungen, wie Buchf\u00fchrung, B\u00fcroorganisation, Reiseplanung, Sicherheitsmanagement, Controlling u. \u00e4. der Eigent\u00fcmerfamilie. Wir nennen das Convenience Services.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gibt es bei dieser Aufgabenvielfalt unterschiedliche Typen von Family Offices?<\/strong><\/p>\n<p>Generell unterscheidet man zwei Typen von Family Offices: Multi Family Offices (MFO), die sind offen f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Kundenkreis. Und die so genannten Single Family Offices (SFO), die nur f\u00fcr eine Familie arbeiten. Das ist eine finanzielle Frage. Als Faustregel gilt: Ein SFO rechnet sich in der Regel erst ab einem gr\u00f6\u00dferen Verm\u00f6gen von ca. 300 Millionen EUR. Dann sind Verwaltungsgeb\u00fchren einer externen Verm\u00f6gensverwaltung sp\u00fcrbar h\u00f6her als die Personalkosten f\u00fcr ein eigenes Family Office. MFO arbeiten f\u00fcr mehrere Familien und verwalten in der Regel kleinere Verm\u00f6gen. Im Durchschnitt betreuen sie 10 &#8211; 15 Kunden mit einem Portfolio schon ab 30 Millionen EUR. Genaue Zahlen gibt es hier nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Unterschiede gibt es zum klassischen Verm\u00f6gensverwalter?<\/strong><\/p>\n<p>Die klassische Verm\u00f6gensverwaltung betrifft meist nur das liquide Verm\u00f6gen. Es geht um Anlagen und Anlagestrategien oder die Auswahl geeigneter Finanzprodukte. Die Aufgaben des Family Office Managers sind wesentlich breiter gef\u00e4chert.<\/p>\n<p>Anders als bei einem externen Verm\u00f6gensverwalter, etwa einer Bank, steht das Family Office unter alleiniger Kontrolle der Anlegerfamilie. Family Office Manager sind also Angestellte des Anlegers. Der Hauptvorteil ist die Kontrolle der Familie \u00fcber das eigene Verm\u00f6gen und die eigenen Investitionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Man hat den Eindruck, Family Offices sind ein regelrechtes Trendthema. Ist dem so?<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Die Bankenkrise in den Jahren 2008 und 2009 hat viel Vertrauen auf Kundenseite gekostet. Ich war damals selbst noch bei einer gro\u00dfen internationalen Bank t\u00e4tig und habe mitbekommen, dass Top-Kunden der Bank gesagt haben, das machen wir nicht l\u00e4nger mit, wir schaffen uns eine eigene Struktur, wir stellen eigene Leute ein, wir machen die Verm\u00f6gensverwaltung selbst. Entsprechend hoch ist heute die Nachfrage nach qualifizierten Family Office Managern.<\/p>\n<p>Der \u201cDistrust against Banks\u201d wirkt bis heute nach und hat zur gegenw\u00e4rtigen Popularit\u00e4t des Family Office Konzepts beigetragen. Die Idee selbst ist viel \u00e4lter: Erste Family Offices gab es schon im 19. Jahrhundert in den USA. Bekannt sind daf\u00fcr Namen wie Morgan oder Rockefeller.<\/p>\n<p>Wobei, man muss auch sagen, das klassische Family Office gibt es nat\u00fcrlich nicht: Family Offices sind so vielf\u00e4ltig wie die Eigent\u00fcmerfamilien. Und die haben oft sehr unterschiedliche Anforderungen an ihr Family Office. Aber gerade das macht das Berufsfeld ja so spannend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie bieten an der Allensbach Hochschule den ersten Studiengang f\u00fcr Family Office Manager an. Was genau lernt man da?<\/strong><\/p>\n<p>Wir bieten den Schwerpunkt Family Office Management als Vertiefungsrichtung im Rahmen unseres Masterstudiengangs Finance an. D.h. in den ersten beiden Semestern lernen die Studierenden finanzwissenschaftliche Grundlagen wie Internationale Finanzm\u00e4rkte, Corporate Finance, Bonit\u00e4tsbeurteilung und Rating, Risiko- und Portfoliomanagement, Corporate Governance und Compliance \u2013 also das Handwerkszeug. In Semester 3 und 4 spezialisieren sich die Studierenden in dem Schwerpunkt, in dem sie auch ihre Masterarbeit schreiben.<\/p>\n<p>Im Studienschwerpunkt \u201eFamily Office Management\u201c besch\u00e4ftigen wir uns dann mit Gesch\u00e4ftsmodellen, Kerndienstleistungen und Rechtsformen von Family Offices, Asset Allocation und Controlling. Weitere Themen sind die rechtliche und steuerliche Strukturierung des Familienverm\u00f6gens, die Planung der Verm\u00f6gensnachfolge sowie die wichtigsten steuerlichen Aspekte von Erb- und Gesellschaftsrecht. Dazu kommen \u201eAsset Protection\u201c und \u201eMergers &amp; Acquisitions\u201c. Zu den eher weicheren Themen z\u00e4hlen \u201eFamily Governance\u201c und \u201eLife Consulting\u201c.<\/p>\n<p>Sie merken, es ist ein sehr breit gef\u00e4cherter Themenkanon. Ein Family Officer ist eigentlich ein guter Generalist, der einen fachlichen Schwerpunkt hat. F\u00fcr andere Themengebiete holt man sich dann weitere Spezialisten an Bord. Ein gutes Netzwerk ist dabei unerl\u00e4sslich. Das kann ich allerdings niemandem beibringen (lacht). Unsere Master-Studenten sind aber h\u00e4ufig studierte Betriebswirte und bringen entsprechende Vorkenntnisse und oft auch Berufserfahrung und Kontakte mit ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind nachhaltiges und ethisches Investment auch Teil der Ausbildung zum Family Office Manager?<\/strong><\/p>\n<p>Das l\u00e4uft unter der \u00dcberschrift \u201ephilanthropisches Engagement\u201c: Wie berate ich eine Familie bei Charity Projekten? Wann ist eine Stiftung sinnvoll? Wann gr\u00fcndet man eine gemeinn\u00fctzige GmbH? Solche Fragen sind immer eng mit der Family Governance verbunden. Wenn eine Familie nachhaltig nach au\u00dfen t\u00e4tig werden m\u00f6chte, muss sie auch die Gremien entsprechend besetzen. Das hei\u00dft, wir brauchen dann Menschen, die sich im Stiftungsvorstand engagieren und f\u00fcr das famili\u00e4re Projekt die Fackel tragen.<\/p>\n<p>Das sind hochinteressante Themen, die wir unseren Studierenden vermitteln. Die meisten verm\u00f6genden Familien denken schon immer in Kategorien wie Nachhaltigkeit oder Gemeinn\u00fctzigkeit. Eine der Aufgaben des Family Officers ist es, dieses Engagement zu b\u00fcndeln und f\u00fcr geeignete Strukturen zu sorgen. Den Rest lernt man beim \u201cTraining on the Job\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Soft Skills sollte ein guter Family Office Manager mitbringen? <\/strong><\/p>\n<p>Empathie! Man muss vor allem gut zuh\u00f6ren k\u00f6nnen. Das ist eine Hauptfunktion: Zuh\u00f6ren und die Stelle zu finden, wo man den Hebel ansetzen kann, um der Familie zu helfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem braucht man ein belastbares ethisches Werteger\u00fcst. Das ist auch charakterlich begr\u00fcndet. Wer diesen moralischen Kompass nicht hat und eine notorische \u201eRampensau\u201c ist, der taugt vermutlich eher nicht als Family Officer. In dieser Position muss man sich selbst zur\u00fccknehmen k\u00f6nnen. Auch Resilienz ist wichtig: Wer als Family Officer t\u00e4tig ist, darf sich durch Entscheidungen der Familie nicht verunsichern lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie sieht der ideale Kandidat f\u00fcr den Studiengang Finance und Family Office Management aus?<\/strong><\/p>\n<p>Idealerweise verf\u00fcgt er \u00fcber die o.g. Softskills, die kann man sich nicht einfach antrainieren. Ansonsten m\u00fcssen Studierende eine gesunde Portion Neugier mitbringen und bereit sein, sich deutlich \u00fcber die Kerndisziplin hinaus mit fachlichen Themen zu befassen. Nur so bekommt man den Blick f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze. Motivation ist also wichtig, um viel Stoff aufzunehmen. Zum Schluss hat man dann aber ein wirklich breit gef\u00e4chertes Wissen, das jeder Familie hilft.<\/p>\n<p>Viele unserer Studierenden sind Post-Graduierte, die entweder noch eine Spezialisierung draufsatteln wollen oder noch einmal in eine ganz neue Richtung gehen wollen. Das macht viel Spa\u00df, weil diese Studierenden sehr motiviert sind. Und sie sind gut organisiert, was wichtig ist, da wir ja eine Fernhochschule sind, wo die Vorlesungen und die Kommunikation nicht vor Ort, sondern online erfolgen.<\/p>\n<p>Wer die M\u00fche eines Master-Studiums scheut, kann bei uns auch ein Zertifikatsstudium zum gepr\u00fcften Verm\u00f6gensmanager absolvieren. Da ist auch sehr viel Family Office Management und Portfoliomanagement dabei \u2013 eine ideale berufliche Weiterbildung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie geht es nach dem Studium weiter? Wie werde ich Family Office Manager?<\/strong><\/p>\n<p>Na ja, der direkte Sprung in die Chefetage eines SFO wird nicht von der Hochschule aus gelingen. Da braucht man Berufserfahrung und eine gewisse Seniorit\u00e4t. Aber gerade MFO brauchen in den Fachabteilungen Spezialisten f\u00fcr Immobilien oder bestimmte Asset Klassen. Da kann man recht schnell reinkommen, eben mit der speziellen Expertise, die man im Studium erworben hat. Wie erw\u00e4hnt, die Nachfrage nach Family Office Managern steigt!<\/p>\n<p>Familienunternehmen haben zwar eine andere DNA als eine AG, aber auch da bestehen Aufstiegsm\u00f6glichkeiten. Vielleicht leitet man irgendwann das Office.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Man sp\u00fcrt Ihre Begeisterung f\u00fcr den Beruf des Family Office Managers. Ist es Ihre Berufung?<\/strong><\/p>\n<p>Berufung ist nah dran (lacht). Mich fasziniert die thematische Vielfalt eines solchen Mandats, wie Verm\u00f6gensverwaltung, Verm\u00f6gensstrukturierung, Arbeitsvertr\u00e4ge, Testamente, familieneigene Stiftungen. Mich fasziniert aber auch, dass man auf alle innerhalb der Familie draufschaut: vom Patriarchen \u00fcber die Kinder bis zur \u00fcbern\u00e4chsten Generation. Alles dreht sich um die Menschen, ihre pers\u00f6nlichen Belange, ihr Verm\u00f6gen. Das ist oft arbeitsintensiv und manchmal braucht es starke Nerven. Aber die Belohnung kommt in Form des entgegengebrachten Vertrauens. Man ist dann nicht nur f\u00fcr Verm\u00f6gen und Ertr\u00e4ge da, man ist auch der vertrauensvolle Ratgeber, den man sucht, wenn man beispielsweise nicht mit den eigenen Eltern sprechen m\u00f6chte. Das ist dann wie ein Ritterschlag.<\/p>\n<p>Aber, man sitzt auch h\u00e4ufig zwischen den St\u00fchlen bzw. den unterschiedlichen Interessen der Familienst\u00e4mme. Deswegen mein Tipp: Nie zu lange auf einem Stuhl sitzen, denn sonst geht die Kritikf\u00e4higkeit ein St\u00fcck weit verloren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben vier Jahre lang das SFO einer bekannten Textilunternehmerfamilie geleitet. Seit einigen Jahren sind Sie wieder als Rechtsanwalt in einer Kanzlei t\u00e4tig. Was macht Ihnen mehr Spa\u00df? <\/strong><\/p>\n<p>Das sind sehr verschiedene Jobs. Diese vier Jahre waren eine unglaublich lehrreiche Zeit, die viel Freude gemacht hat. Ich habe dann f\u00fcr mich festgestellt, dass ich gerne wieder f\u00fcr mehrere Mandanten arbeiten m\u00f6chte und am liebsten in meiner Kerndisziplin als Rechtsanwalt. Insofern bin ich mit dem, was ich heute mache, sehr zufrieden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was treibt sie an, so viel Zeit und Herzblut in die Karriere zu investieren?<\/strong><\/p>\n<p>Es sind die Menschen, f\u00fcr die ich arbeiten darf bzw. f\u00fcr die ich arbeiten durfte. Die pers\u00f6nlichen Beziehungen stehen bei mir sehr stark im Mittelpunkt allen Handelns. Ich m\u00f6chte ein Vertrauter sein, der hilft, Probleme zu l\u00f6sen. Wenn mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird, dann sage ich selten nein. Eine meiner Schw\u00e4chen. Deswegen ist die Freizeit auch manchmal knapp, aber das muss ich eben zu Hause irgendwie auspendeln (lacht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie schaffen Sie es trotzdem, sich Freir\u00e4ume zu schaffen und nach einem langen Arbeitstag abzuschalten?<\/strong><\/p>\n<p>Auf unserer Terrasse steht ein Deck Chair, da kann ich entspannt in den Garten schauen \u2013 vielleicht mit einem Glas Rotwein und einem guten Buch. Nat\u00fcrlich bleibt einem als Familienvater daf\u00fcr nicht oft Zeit. Aber Familienzeit ist f\u00fcr mich Quality-Time: Meine Familie tr\u00e4gt massiv dazu bei, dass ich mich entspannen kann. Auch wenn dann weniger Zeit f\u00fcr mich selbst bleibt.<\/p>\n<p>Da hat auch die Pandemie ein wenig geholfen: Mein Arbeitsrhythmus heute ist vormittags in der Kanzlei, nachmittags im Homeoffice. Da kriegt man deutlich mehr mit von der Familie und ich bin immer wieder \u00fcberrascht, was hier alles l\u00e4uft (lacht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben beruflich viel erreicht. Was f\u00fcr Ziele haben Sie noch?<\/strong><\/p>\n<p>Jedenfalls nicht wilde B\u00e4ren jagen oder hohe Gipfel erklimmen (lacht). Ich habe ja keine gradlinige Anwalts-Karriere hingelegt, sondern hatte ein sehr abwechslungsreiches Berufsleben. Im Nachhinein bin ich daf\u00fcr dankbar, dass ich so viele verschiedene, herausfordernde Sachen machen durfte. Ich brauche mich und mir nichts mehr zu beweisen. Mit der Erfahrung wird man eben ruhiger und ist nicht mehr so auf der Jagd.<\/p>\n<p>Eher sind es private Ziele, die mich umtreiben: dass aus den Kindern anst\u00e4ndige Menschen werden, dass sie ihre Schule gut abschlie\u00dfen. Dass meine Frau eine gl\u00fcckliche Ehe hat. Auch daran muss man arbeiten. Gerade wenn man beruflich viel unterwegs ist, bleibt viel am Partner h\u00e4ngen. Das wird oft nicht gesehen. Ich wei\u00df und sch\u00e4tze sehr, wie toll meine Frau mir immer den R\u00fccken gest\u00e4rkt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welcher Urlaubstyp sind Sie: Berge oder Meer?<\/strong><\/p>\n<p>Im Sommer ans Meer und im Winter in die Berge \u2013 ganz klassisch. Das wird uns auch nicht langweilig. Wohin wir in den Urlaub fahren, wird in der Familie demokratisch entschieden, da habe ich nur eine Stimme. Meine Frau und ich w\u00fcrden gerne etwas mehr Kultur und Sightseeing im Urlaub machen, aber unsere drei Jungs k\u00f6nnen sich in dem Alter noch nicht f\u00fcr gotische Kirchen begeistern (lacht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herr Professor Werkm\u00fcller, wir danken Ihnen f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Vita:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Maximilian Werkm\u00fcller, LLM<\/strong> ist studierter Rechtsanwalt und promovierte \u00fcber ein bankrechtliches Thema. Er ist Herausgeber des Standardwerks \u201eFamily Office Management: Finanzdienstleistung und ganzheitliche Beratung im Generationenverbund\u201c. Er arbeitete viele Jahre bei der internationalen Gesch\u00e4ftsbank HSBC Trinkaus &amp; Burkhardt und baute dort eine Family Office Serviceplattform auf. Sp\u00e4ter leitete er das deutsche Family Office der Familie Brenninkmeyer. Nach T\u00e4tigkeit als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter einer Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft betreut er heute bei der D\u00fcsseldorfer Wirtschaftskanzlei Legal Tax Solutions mittelst\u00e4ndische Familienunternehmen und -unternehmer in allen Fragen des \u201ePrivate Finance.\u201c Er ist ferner Of Counsel der Kanzlei LindemannLaw in Z\u00fcrich. Von dort aus betreut er seine internationalen Mandate. Die <a href=\"https:\/\/www.allensbach-hochschule.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Allensbach Hochschule<\/a> ist eine staatlich anerkannte Privathochschule mit Sitz in Konstanz am Bodensee. Sie bietet verschiedene berufsbegleitende Fernstudieng\u00e4nge und Weiterbildungen in den Bereichen Wirtschaft, Management und Wirtschaftsp\u00e4dagogik an.<\/p>\n<p>Der viersemestrige Fernstudiengang <strong>Finance \u2013 Master of Arts<\/strong> qualifiziert im <strong>Studienschwerpunkt Family Office Management<\/strong> f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit in SFO oder MFO, insbesondere in der ganzheitlichen Betreuung verm\u00f6gender Privatkunden und Familien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen unserer Serie Erfolgsgeschichten haben wir mit Prof. Dr. Maximilian Werkm\u00fcller, einem der f\u00fchrenden Experten im Bereich der Family Offices, ein Interview zum Thema \u201eDer Erfolgsfaktor Mensch\u201c gef\u00fchrt. Er gibt Einblicke in eine sonst eher verborgene und verschwiegene Welt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8066,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-8065","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erfolgsfaktor-mensch"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8065"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8065\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.knaisch-consulting.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}